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Der Bürgerrat – was ist das?

Bürgerrat – wir dröseln das Wort mal für euch auf:

Bürgerinnen und Bürger, das sind die Bewohner einer Stadt, oder eines Landes. In unserem Fall also von Deutschland. „Rat“ ist ein Teekesselchen, es kann also mehrere Bedeutungen haben. Ein Rat ist einmal eine Gruppe gewählter Menschen…

… Dort wird die Politik für einen Ort, oder eine Stadt gemacht.  „Rat“ kann aber auch für „Ratschlag“ stehen. Also für Tipps und Ideen, wie etwas gut funktionieren kann. Der Bürgerrat ist von beidem etwas: Die Gruppe ist zwar nicht gewählt, sondern absichtlich per Zufall ausgelost, aber sie soll auf jeden Fall Ratschläge und Tipps weitergeben – und zwar an gewählte Politikerinnen und Politiker. Denn deren Aufgabe in einer Demokratie ist es, die Vorstellungen möglichst vieler Menschen ihres Landes gut umzusetzen.

So funktioniert der Bürgerrat

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Besser lernen!

Über „Fack ju Göhte“ haben viele Menschen in den Kinos gelacht. Neben all den Witzen ging es in dem Film auch darum, wie Lernen Spaß machen kann.

Antworten auf diese Frage sollten für den Bürgerrat auch in speziellen Schulwerkstätten mit Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 8 und 15 Jahren gefunden werden. Denn ihr wisst schließlich am besten, was ihr braucht, um an eurer Schule vielleicht noch ein bisschen besser lernen zu können.
Was genau ist also nötig, damit ihr nicht nur besser lernen könnt, sondern es vielleicht sogar gerne tut?

Wer macht mit?

Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 8 und 15 Jahren haben bei den Schulwerkstätten vom Bürgerrat Bildung und Lernen mitgemacht.

Dafür wurden extra ganz unterschiedliche Schulformen – von der Grundschule bis zum Gymnasium – ausgesucht. Die fünf Schulen sind im ganzen Bundesgebiet verteilt: In Hamburg, Wuppertal (Nordrhein-Westfalen), Weinböhla (Sachsen), Ingelheim (Rheinland-Pfalz) und Kirchheim (Bayern).

Das waren die Schul­­werk­­stätten:

Was kam raus?

Verbesserungen beim Schulessen, mehr praxisnaher Unterricht oder der Wunsch, das Handy in den Pausen nutzen zu können…

Die Bandbreite der Ideen war riesig bei den befragten Kindern und Jugendlichen. Sehr viele Schülerinnen und Schüler forderten einen späteren Schulstart  – und zwar Kinder und Jugendliche aller teilnehmenden Schulen! Im Report der Kinder und Jugendlichen werden die zusammengetragenen Ideen der fünf Schulwerkstätten nochmal in einem extra Bericht zusammengefasst.

Wir wünschen uns…

Aus den teilnehmenden Schulklassen gewählte Botschafterinnen und Botschafter haben die wichtigsten Forderungen der Kinder und Jugendlichen zusammengetragen und ausformuliert. Diese „Veränderungen für die Schule von morgen“ wünschen sie sich…

Zu den Forderungen

Wie geht’s weiter?

Jede Schule hat zwei Kinder oder Jugendliche als Botschafterinnen und Botschafter benannt. Die zehn Schülerinnen und Schüler sollen dafür sorgen, dass die Wünsche und Ideen der Kinder und Jugendlichen auch gehört werden.

Im Herbst sind sie mit dabei – erst wenn sich der Bürgerrat trifft und dann wenn alle gesammelten Anregungen aus dem Bürgerrat den gewählten Politikerinnen und Politikern übergeben werden. Damit die wiederum ihrer Aufgabe nachkommen können, das Thema Bildung und Lernen so gut wie möglich umzusetzen.

Setzt euch ein!

Schulwerkstätten sind spannend und machen Spaß. Aber nur wenige Kinder und Jugendliche können daran teilnehmen. Dennoch gibt es für euch jede Menge andere Möglichkeiten sich einzubringen…

Als Klassensprecherin oder Klassensprecher zum Beispiel. Im Kinder- und Jugendparlament eurer Stadt, oder auch in Jugendgruppen. Wenn euch Umwelt und Tierthemen interessieren, dann ist – neben der Fridays for Future Bewegung – vielleicht der Naturschutzbund spannend, oder ihr macht bei einem Greenteam mit. Alle Parteien haben Jugendverbände, aber auch Jugendgruppen der Kirche oder andere Gruppen sind froh, wenn Kinder- und Jugendliche neu dazu kommen und mitmachen wollen. Just check it out!